Gelegentlich können in Fantasy-Geschichten Schmiedinnen und Schmiede vorkommen, die auf ihrem Amboss aus Metallklumpen Werkzeuge und Waffen hämmern. Hier findest du Inspirationen für solche NSCs und ihre Werkstätten.
In ein paar Tagen folgt eine Liste mit reichlich ungewöhnlichen Schmiedewerkstätten.
- Die kleine Schmiede von Hulgar (dey/dem) liegt dicht vor den Stadtmauern, neben der träge fließenden Wawer. Die Werkstatt mit Feuerstelle und Steinkamin ist überdacht, aber an zwei Seiten offen. Sie grenzt an Hulgars Haus an, das die Hitze des Kamins mitnutzt. Hulgar hat zwar kräftige Arme und Schultern, ist aber so groß, dass dey insgesamt lang und schmal wirkt. Lehrlinge oder Gehilfen bleiben nicht lange, weil dey so wortkarg ist. Dafür haben sich zwei Raben mit Hulgar angefreundet und beobachten dem bei der Arbeit von dem Ast aus, den dey an zwei feinen Ketten an einer der offenen Seiten der Werkstatt aufgehangen hat. Ketten sind eine Spezialität von Hulgar, aber auch Werkzeuge und Waffen schmiedet dey. Lediglich für Schlösser und Beschläge gehen die Leute aus der Stadt immer zu Gunmar oder Hilki, den anderen Schmieden des Orts. (jo)
- Wiegau (er/ihm) hat sich schon vor Jahrzehnten zurückgezogen, aber seine Schmiedekunst ist immer noch berühmt. Unter Abenteurern, die Großes vorhaben, sind seine Äxte begehrte Waffen. Es heißt, er habe sich in den Bergen versteckt – um zu sterben, munkeln manche. Um endlich zu leben, raunen andere. Und ob das Gerücht stimmt, dass zwei Söldnerinnen ihn gefunden und überredet haben sollen, ihnen aus Meteoritenerz und dem Eisen einer alten Sklavenkette Dolche zu schmieden, nun, wer weiß das schon. (jo)
- Für ein Dorf mit nur etwa 300 Seelen ist Schottbrucks Schmiede unerwartet groß. Sursel (sie/ihr) leitet mittlerweile 14 Angestellte, die in mehreren Werkstätten auf Sursels Hof die verschiedensten Schmiedeaufträge aus der ganzen Region, vor allem aus der nahe gelegenen Stadt, ausführen. Lediglich die kaum befestigte Straße durchs Dorf, auf der die Karren mit dem Rohmetall sehr schlecht vorankommen, sorgt immer wieder für Stockungen im Betrieb. (jo)
- Die „Glöckchenschmiede“ ist mitten im Dorf und sehr beliebt. Man steht Schlange. Man sieht zwar keine Arbeiter, aber die Esse raucht ununterbrochen. Um etwas geschmiedet zu bekommen, reicht man die Materialien durch eine Luke, und das Geld was man im voraus bezahlt oder wenn man keine Materialien hat nur das Geld und bekommt augenblicklich seine Ware. Immer wird ein Glöckchen eingearbeitet. (TN)
- Bjarnens Schmiede ist immer noch beliebt, auch wenn Bjarnen selber seit langem fast erblindet ist. Früher arbeitet er als Kunstschmied an reich verzierten Schwertern für die, die es sich leisten konnten. Doch die dafür verwendeten Quecksilberdämpfe raubten ihm im Alter das Augenlicht. Jetzt arbeitet er an einfachen Aufgaben, die er mit seinem restlichen Augenlicht noch verrichten kann. Seine Werkstücke sind nicht so eindrucksvoll wie einst, doch dafür bietet er jedem der bei der Arbeit zusehen möchte, Geschichten über all die Abenteurer und reichen Schnösel an, für die er einst gearbeitet hat. (ni)
- Leswa (sie/they) hat ihre Schmiede auf einer Lichtung im Wald, neben dem großen Felsen, neben dem Bach. Sie ist frech wie Grütze und flirtet gern, besonders mit Frauen mittleren Alters. Obwohl sie ständig Dinge an ihrer Schmiedestätte verbessert, wohnt sie seit Jahren immer noch in ihrem Zelt, wenige Meter neben dem Amboss. Darüber spricht sie nicht, außer vielleicht mit dem Köhler Tirm, mit dem sie sich gut versteht. Ob da noch mehr läuft, weiß niemand genau, und die beiden verraten es nicht. (jo)
Idee: Jonas (asri)
Autor:innen: Nicrey/Tim, Jonas (asri), Tristan Natsirt
Lizenz (Text): CC BY 4.0
Bildquelle: P.S. Krøyer (1851 – 1909): Smedien i Hornbæk, 1873. Statens Museum for Kunst (Staatliches Kunstmuseum) Dänemark, Kopenhagen. Inv.-Nr. KMS1833. https://open.smk.dk/artwork/image/kms1833

