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  • Jahresrückblick 2024

    Stein auf Stein, Schritt für Schritt

    Der steinbru.ch hat sich auch im zweiten Jahr seines Bestehens durchaus weiterentwickelt. Was als Hommage an die Blaupausen von System Matters ins Leben gerufen wurde, steht mittlerweile für sich selbst.

    Unser Ziel bleibt es, eine Gemeinschaft rund um das gemeinsame Erstellen von Zufallstabellen, Artikeln und anderen kreativen Inhalten für das Rollenspiel zu fördern.

    2024 war (auch privat) ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr, welches ich nun Revue passieren lassen möchte.

    Unsere Highlights und Fortschritte 2024

    Community / Discord

    Unser Discord-Server hat mittlerweile über 50 Mitglieder, von denen aber leider nur rund 5 bis 10 aktiv mitwirken.

    2024 haben wir drei Videokonferenzen abgehalten, in denen wir uns über das „Ziemlich zufällige Zine“ (ZzZ) und diverse Zufallstabellen ausgetauscht haben. Dabei kamen wir auf die eine oder andere gute Idee.

    Blog – Inhalte und Zahlen

    Der Blog wurde gut befüllt – hier ein paar Eckpunkte:

    • 18 Rezensionen von Fanzines im Rahmen der Serie „FasZINEierende Einblicke“
    • 38 neue Zufallstabellen
    • 14 Auszüge aus dem „Ziemlich zufälligen Zine“
    • 4 zusätzliche Artikel zu Rollenspiel-Themen

    Was die Besucherzahlen betrifft, bewegen wir uns bei etwa 100 bis 150 täglichen Leser:innen. Da wir auf Tracking und Cookies verzichten, können wir das nur grob schätzen – aber das passt schon so.

    Neuerungen und Verbesserungen

    Ein großer Schritt war die Umstellung auf eine neue Blogsoftware über den Jahreswechsel 2024 auf 2025. Das Design ist momentan zwar noch nicht schön anzusehen – ich weiß es eh –, das wird noch im Jänner in Angriff genommen.

    Seit August versehen wir unsere Beiträge außerdem mit gemeinfreien oder frei lizenzierten Bildern.

    Ziemlich zufälliges Zine (ZzZ)

    Auch heuer haben wir unser Zine-Projekt kräftig vorangetrieben:

    Beitrag B

    Ein Faltblatt für die Gratisrollenspieltage im März mit einer Auflage von 2000 Stück, welche wir gespendet haben.

    Codex C

    Unser Beitrag für den System Matters Fanzine-Wettbewerb im Mai/Juni hat den 1. Platz in der Kategorie „gedruckt“ gewonnen – ein Erfolg, auf den wir wirklich stolz sind!

    Die Auflage betrug 150 Exemplare.

    Falls noch wer eines der bisherigen Zines ergattern möchte, es gibt noch Restexemplare bei Tim, Jonas und Michael sowie im PPD-Shop.

    Wer lieber digital unterwegs ist, kann sich die Ausgaben gratis auf itch.io herunterladen.

    Ausblick auf 2025

    Wir haben auch für nächstes Jahr schon einiges vor.

    Feed-Einbindung bei rsp-blogs.de

    Der erste Versuch 2024 hat leider nicht hingehaut, aber wir bleiben dran. (Das Problem war (hoffentlich) die alte Blog-Software.)

    Neues Design

    Mit der neuen Blogsoftware möchten wir ein moderneres und nutzerfreundlicheres Layout umsetzen.

    Stärkere Vernetzung / Mehr Aufmerksamkeit

    Wir wollen sichtbarer werden und hoffen, dass sich noch mehr Leute unserer Community anschließen und mittippen.

    Ein herzliches „Vergelt’s Gott!“ an alle, die den STEINBRU.CH unterstützt haben – sei es durch Schreiben, Kommentieren, Teilen, Administrieren oder einfach nur durch Mitlesen.

    Ohne euch gäbe es das alles nicht! Ich freue mich auf ein weiteres Jahr voller Zufälle und kreativer Projekte.

    Bleibt dran und bleibt zufällig!

    Michael

  • Steinbru.ch ist umgezogen!

    Da es wohl niemand mitbekommen hat:
    Der steinbru.ch ist jetzt auf WordPress umgezogen! 🎉

    Die Inhalte sind wieder online und für euch verfügbar.

    Das Design und die Usability sind noch nicht final und werden in den nächsten Wochen Schritt für Schritt optimiert.

    Trotzdem freuen wir uns, dass die Artikel wieder da sind – schaut gerne vorbei und bleibt gespannt auf kommende Updates!

    Danke für eure Geduld und Unterstützung! 😊

    PS: Der RSS-Feed ist jetzt leider unter geänderter Adresse zu finden: https://steinbru.ch/feed

  • 1W12 Geschenke zur Wintersonnenwende

    Idee: Tristan Natsirt
    Autor:innen: Tristan Natsirt, Klaudia Kloppstock, dr_phil_nagi, Jonas (asri)

    Draufsicht auf mehrere Geschenkboxen in rot, weiß, und goldgelb, mit bunten Schleifen

    1. Ein Metkrug, reichlich verziert und mit den Initialen des / der Beschenkten
    2. ein Tavernengutschein für 10 Vollpansionen (10 mal Kost und Logis vom Feinsten)
    3. Eine Kiste exotischer Früchte
    4. Ein liebevoll verziertes Tagebuch mit der Aufschrift „Meine Abenteuer“
    5. Bethmännchen, lebensgroß (1 Bethmännchen = 1 Tagesration für mittelgroße Humanoide)
    6. zwei Lamettafäden aus echtem Silber (Schmuck und krisensichere Geldanlage)
    7. ein verschließbares Trinkhorn mit Gürtelaufhängung
    8. Fettnapf (um Waffen und Rüstungen einzureiben, damit sie nicht rosten)
    9. Buch „Würzen in der Wildnis“ von Peter S. Iltis
    10. Ein Gutschein für ein Jahr kostenlose Beförderung für die / den Beschenkte/n und die Begleitung. Die Beförderung ist immer sicher, aber nicht immer schnell.
    11. Wollpulli mit integriertem Kettenhemd
    12. Feder mit magischer Tinte, die dekorativ mal in Grün, mal in Rot schreibt

    Lizenz (Text): CC BY 4.0
    Bildquelle: Users on Pexels, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

  • Fanzine-Freitag: Adjunkt

    Der Titel des Fanzines Adjunkt. Professor Mühlmerders Magazin für viktorianische Ermittlungen verrät nicht wirklich, dass es eine Beschreibung des Wiener Praters zum Ende des 19. Jahrhunderts bietet, zur Nutzung für das viktorianische Detektivrollenspiel Private Eye. Die Beschreibung hebt das unternehmerische internationale Flair dieses Parks und Vergnügungsbereiches hervor und lädt mit einer handvoll knapper Abenteuerideen dazu ein, den Prater im Rollenspiel zu verwenden. Der Text ist systemneutral und mit zeitgenössischen Bildern und Karten illustriert. Unklar bleibt, ob die Texte von Martin „Magedu“ Dürr, Moritz „glgnfz“ Mehlem, oder von beiden zu ähnlichen Anteilen stammen. Beide sind summarisch für ‚Autorenschaft, Redaktion, Satz und Lektorat“ angegeben. Meine Vermutung ist, dass Martin Dürr Hauptautor ist.

    Allerdings bekomme ich den Eindruck, dass die Macher entweder kein ganz klares Ziel vor Augen hatten oder es nicht gut rüberbringen: Wenn im Editorial nicht „Private Eye“ stünde, dann wäre diese Zielsetzung im Zine kaum erkennbar, weil die Hinweise bezüglich einer konkreten Umsetzung am Spieltisch so zurückhaltend sind. Wenn andererseits angestrebt wurde, das Material möglichst systemunabhängig zu halten, damit es auch für andere Rollenspiele nutzbar wird, dann sollte das irgendwo (Titel, Editorial, oder auch in begleitenden Infos online (quasi „Werbetext“) deutlicher gesagt werden. Der Adjunkt kann meines Erachtens problemlos auch als Inspiration für andere Rollenspielrunden dienen, deren Settings städtisches Flair um 1900 beinhalten (können), z.B. Finsterland, Call of Cthulhu oder Electric Bastionland.

    Das Zine ist schlicht und übersichtlich gehalten. Neben den Bildnachweisen hätte ich noch Quellenangaben oder Empfehlungen für historische Ressourcen interessant gefunden – jedenfalls habe ich nach dem Lesen den Eindruck, dass Martin sich in das Thema eingearbeitet hat und daher ein paar Quellen leicht hätte nennen können.

    Auch, wenn man nicht Private Eye spielt, ist der knappe historische Einblick in den Wiener Prater interessant zu lesen. Vier von fünf Riesenradgondeln!

    Der Adjunkt ist über den System-Matters-Fanzinewettbewerb 2024 verteilt worden – ob es noch weitere gedruckte Exemplare gibt oder eine PDF-Ausgabe geplant ist, weiß ich nicht. Unter private-eye.at gibt es Infos zum Adjunkt, auf der Seite gibt es eine Kontaktadresse zu Martin Dürr.

  • Fanzine-Freitag: Das Gefängnis der Wurmkönigin

    Bild in Gelb, Schwarz und Grautönen von etwas, das sich wurmartig windet und kringelt. Titel mittig: 'Das Gefängnis der Wurmkönigin'. In der unteren rechten Ecke: 'Electric Bastionland Gazette'.

    Die beiden Abenteuer (das Gefängnis der Wurmkönigin und Über den Tod hinaus) sind meines Erachtens die interessantesten Inhalte dieser „Gazette“ für Electric Bastionland. Beide zeigen auf je eigene Weise schön die Seltsamkeit und Surrealität des Settings. Den Zeitdruck (Risiko von Rückschlägen je nach in-game-Zeitbedarf) im zweiten Abenteuer finde ich persönlich etwas mühselig; am Spieltisch würde mir das keinen Spaß machen. Die Dreibar finde ich als Location reizvoll.

    Die Karte zum Bezirk „Bleichdrozze“ enthält einige schöne Komplikationen, aber soviele Orte (Knotenpunkte im Verbindungsnetz), dass es mich ein bisschen abschreckt (sowohl als Spieler als auch als SL). Dazu bräuchte ich am Spieltisch erstmal etwas Infodump, um Entscheidungen zu ermöglichen, und die Infos müsste ich mir als SL ausdenken, da sie nicht mitgeliefert werden. Den Bezirk würde ich also eher als Ideensteinbruch verwenden; und dann ist für mich natürlich das Kartenformat vergebene Liebesmüh.nDie gescheiterte Karriere „Mausritter*in“ ist niedlich.nDas Interview mit Chris McDowall fand ich ein bisschen langweilig (und ich lese Interviews eigentlich sehr gern), weil es sich vor allem mit Electric Bastionland befasst und die Person leider in den Hintergrund tritt.

    Außerdem fand ich, dass das Zine mehr Tippfehler und kleinere Layoutlapsus aufweist, als ich von System Matters erwartet hätte. Ich hatte beim Lesen den Gedanken, dass das Vier-Augen-Prinzip doch noch was hätte bringen können. (Michael Masberg hat nicht nur übersetzt und getextet, sondern auch Redaktion und Lektorat übernommen.) Das sind aber nur kleinere kosmetische Dinge, die die Nutzbarkeit nicht gefährden.

    Das Gefängnis der Wurmkönigin im Shop von System Matters